summaery2018: Projekte
Universal Bricolage | Machina Mundi
Projektinformationen
Fabian Reetz
Mitwirkende LehrendeBjörn Dahlem, Florian Schmidt
Fakultät / Bereich:
Kunst und Gestaltung
Studiengang:
Freie Kunst (Diplom)
Installation
SemesterSommersemester 2018
Ausstellungs- / Veranstaltungsort- Geschwister-Scholl-Straße 7 - Van-de-Velde-Bau
interessant für Kinder
Teilnahme an den Bauhaus Essentials und dem GRAFE Kreativpreis 2025
Projektbeschreibung online
„Die Tatsachen im logischen Raum sind die Welt“, das sind die nüchternen Worte mit denen Wittgenstein in seinem „Tractatus Logico Philosophicus“ die Welt zu erfassen versuchte.
Strukturen aus der Generativen Grammatik spüren dieser Weltsicht nach, indem sie versuchen, die Verbindungen von Ausdrücken auf Satzebene zu erfassen. Erfasst man den Satz von Wittgenstein grammatikalisch, ergibt sich das Geflecht einer Baumstruktur, die einzelnen Phrasen des Satzes sind durch Dreiecke abgekürzt. Das Modell ist von den Bewegungen der Satzglieder und der damit einhergehenden Spezifizierung der grammatischen Merkmale geprägt. In „Machina Mundi“ steckt die Information der grammatischen Analyse, die Schläuche ergeben ein Baumdiagramm, jede mit Latex bespannte Holzplatte codiert eine Phrase des Satzes. Alle Elemente sind im Raum als verdichtete Installation angeordnet. Durch Luftdruck bewegt sich das Latex, wie eine Lunge, nach der Logik der Generativen Grammatik.
Das in sich geschlossene System ist die Fortsetzung der menschlichen Sprache in unbelebter Materie, die logische Erfassung der Welt ist damit abgeschlossen. Der ursprüngliche Satz ist jedoch mit dem bloßen Erfassen der Installation nicht mehr lesbar.